Geliebte Jane

(Becoming Jane, 2007; Julian Jarrold; mit Anne Hathaway, James McAvoy, Maggie Smith, Ian Richardson u.a.)

Als alter Jane-Austen-Fan musste ich mir natürlich dieses Pseudo-Biopic über sie antun. Ich schreibe „Pseudo“, da natürlich die vorliegende Liebesgeschichte filmreif aufgewertet wurde – aber das ist auch schon der einzige Schwachpunkt an diesem Film. Hier kurz zum Inhalt: Die junge Jane Austen, die später sechs der bekanntesten Romane der englischen Literatur verfasste, lebt im 18. Jahrhundert in bescheidenen Verhältnissen mit ihrer Familie in der Provinz. Die einzige Aussicht, die eine junge Frau damals hatte, war die, reich zu heiraten. Eine gute Partie in Gestalt des etwas trögen Mr. Wisley ist bereits in Sicht, als Tom Lefroy, ein angehender junger irischer Anwalt von seinem Onkel in die Gegend zwangsbeurlaubt wird.

Weiterlesen »

Disturbia

(2007, D.J.Caruso)

Der End-Teenager Kale verliert bei einem Autounfall, an dem er beteiligt ist, seinen Vater. Weil ihm ein Lehrer später darauf anspricht, rastet Kale aus und wird vom Gericht zu Hausarrest per Fußfessel verurteilt. Obwohl er zunächst vor Langeweile fast vergeht, tut sich auch in seinem exakt abgesteckten begrenzten Radius was: Er lernt Ashley, ein nettes Mädchen, das nebenan eingezogen ist, kennen und beginnt seinen Nachbarn Robert Turner als Serienkiller zu verdächtigen! Hilfreich ist hierbei ein Fernglas, mit dem er zunächst dem üblichen Teenager-Voyeurismus nachhängt, das aber später Teile seiner Observationsausrüstung wird.

Weiterlesen »

Blood Surf

(Krocodylus, USA 2000)

Hier Regisseur und Darsteller zu nennen, käme einer Verleumdung gleich. Ich nehme nicht an, dass sich auch nur einer darunter befindet, der seine Mitarbeit an diesem Film öffentlich bekannt geben möchte. Doch nun zum Inhalt: Zwei Surfer wollen spektakuläre Filmaufnahmen gewährleisten, indem sie mit Blut Haie anlocken. Allerdings wird ein etwas überdimensionierter Angehöriger der Schnappi-Fraktion davon angezogen und verspeist einen Schauspieler nach dem anderen. Dabei bleibt unklar, ob sie in der Reihe ihres mangelnden Talentes abtreten müssen oder ob die Auswahl zufällig bleibt. Aber das Krokodil selbst ist gut – ich meine RICHTIG gut! Teilweise ähnelt es ja noch einem (doch wohl eher selten anzutreffenden) 30 Meter langen Krokodil, teilweise sieht es aus, als hätte man eine Kindergartengruppe damit beauftragt, dieses herrliche Getier zu basteln!

Weiterlesen »

Caché

(2005; Michael Haneke; mit Daniél Auteuil, Juliette Binoche)

Georges und Anne, ein erfolgreiches Pariser Ehepaar, erhalten Videos, die stundenlage statische Aufnahmen ihres Hauses zeigen. Ist das zunächst an sich schon beunruhigend,  werden die nächsten Bänder in Zeichnungen gewickelt anonym zugestellt. Diese zeigen ein Kind, das Blut spuckt, später folgt ein Hahn mit durchgeschnittener Kehle. Allmählich kommt heraus, dass Georges diese Zeichnungen in Bezug zu einem Ereignis seiner Kindheit setzen kann und ein Video führt ihn schließlich zu einem Mann, dem er als Kind sehr geschadet hat.

Weiterlesen »

Fantastic Movie

(2007; Jason Friedberg, Aaron Seltzer; mit Jennifer Coolidge, Faune A. Chambers)

Ja, es gibt Filme, die möchte man lieber nicht gesehen haben – bzw. man verrät lieber niemandem, dass man sie gesehen hat. Aber wo bliebe der erzieherische Wert, wenn ich ausgerechnet vor diesem Film nicht warnen würde? Nun, die Idee, Filme wie „Die Chroniken von Narnia“, „Da Vinci Code“, „Harry Potter“, „Fluch der Karibik“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ uvm. zu parodieren ist ja an sich nicht schlecht und es gibt die eine oder andere Szene, die witzig ist. Wenn man sich aber den Trailer zu dem Film anschaut, hat man leider auch schon alle witzigen Szenen gesehen. Der Rest ist darum herum aufgebläht und  halbwitzig-halbpeinlich. Das viel gescholtene Date-Movie enthielt dagegen noch richtig gute absurde Einfälle, wer es trotzdem gehasst hat, sei gewarnt: Im Vergleich zu Fantastic Movie war es ein echtes Highlight der Filmgeschichte!

Weiterlesen »

Motel

(Engl.: Vacancy; 2007, Nimród Antal; mit Kate Beckinsale und Luke Wilson)

Nach dem unsäglichen Film „Tiptoes“ ist Kate Beckinsale eine meiner Lieblings-Hassschauspielerinnen. Daher dachte ich mir: Mit einem Film, in dem Kate Beckinsale das Opfer spielt, kann man nichts falsch machen! Und in der Tat, dieser Film ist besser als der erste Anschein vermuten lässt. Sicher, man hat das alles schon mal gesehen: das zerstrittene Ehepaar Amy und David Fox (mit tragischem Hintergrund, bevorzugt: Tod eines Kindes) hat nachts auf einsamer Straße eine Autopanne. Statt eine Unterkunft zu finden, geraten sie in die Fänge verrückter Killer, in diesem Fall ein Motel-Betreiber und Konsorten, die ihre Gräueltaten auch noch auf Video aufnehmen. So weit, so üblich, aber der Film gewinnt dem Uralt-Plot doch noch einige spannende Sequenzen und Wendungen ab.

Weiterlesen »

Rezept zum Verlieben

(Engl.: No Reservations; 2007; Scott Hicks; Mit: Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckhard)

Frage: Was machen Amerikas Produzenten, wenn sie einen guten ausländischen Film entdecken? Antwort: Sie drehen ihn nochmal! Hier wurde der deutsche Film „Bella Martha“ noch einmal für amerikanische Gemüter nachgedreht. Über den Film lässt sich eigentlich wenig sagen, da er sehr, sehr selbsterklärend ist. Man könnte auch von einer Aneinanderreihung von Klischees sprechen…

Weiterlesen »

Sabretooth

(2002; James D.R. Hickox) Zweifellos einer meiner liebsten Good Trash Filme! Mit schöner Regelmäßigkeit im Fernsehen zu genießen handelt „Sabertooth“ (so der ungewöhnlich kreative deutsche Titel) von einem rückgezüchteten (oder mutierten? – egal!) Säbelzahntiger, der aus einem Labor entkommt und eine Gruppe junger Camper in den Bergen verfolgt. Weiterhin unterwegs sind die Erschaffer dieser Kreatur, die ihn einfangen wollen (aber natürlich möglichst lebend). Auch hier finden wir erstaunlicherweise bekannte Schauspieler wie John Rhys-Davies (den Gimli aus „Herr der Ringe“) oder den schnuckeligen Josh Holloway (Sawyer in „Lost“).

Weiterlesen »

The Contract

(2007; Bruce Beresford; Schauspieler: Morgan Freeman, John Cusack)

Eigentlich hätte der Film auch auf Deutsch „Der Vertrag“ heißen können – dann hätte aber der Titel schon so tröge geklungen, wie der Film letztendlich ist. Die Idee zu dem Film war ja an sich nicht übel: Ein Sportlehrer, Ray, (John Cusack) mit einem Sohn im Teenie-Alter und dem obligatorischen Vater-Sohn-Konflikt nach dem Tod der Mutter treffen auf einem Campingausflug, der beide wieder zusammenführen soll, auf einen entflohenen Auftragskiller namens Frank Carden (Morgan Freeman). Den haben sie zwar dank der Waffe des dabei zu Tode gekommenen Bewachers gleich unter Kontrolle, doch seine Helfer, die ihn befreien wollen, sind ihnen dicht auf den Fersen. Wie gut, dass der Sohn sich in dem Gebiet bereits so gut auskennt und Vater und Verbrecher durch die Wildnis führt.

Wie gesagt: die Grundidee ist ja echt gut! Was daraus dann gemacht wird ist allerdings ein kleines Desaster in kontinuierlicher Abwärtsspirale!

Weiterlesen »

American History X

…wird später ergänzt

« Vorige SeiteNächste Seite »