A Little Trip to Heaven
(2005; Baltasar Kormákur; Forest Whitaker, Julia Stiles, Peter Coyote)
In Little Trip to Heaven untersucht Forest Whitaker als Versicherungsagent Abe Holt den Unfalltod eines gewissen Kelvin Anderson, dessen Schwester Isold (Julia Stiles) eine Million Dollar Versicherungssumme kassieren soll. Verwickelt in diese Sache scheint vor allem ihr Mann Fred McBride zu sein… Ja, diese Geschichte klingt genauso geil wie der Trailer anzusehen ist! Düster, spannend und hochkarätig besetzt. Aber leider verpufft die Kraft des Filmes in einer schaumgebremsten Inszenierung und unglaubwürdigem Verhalten der Personen.
Zunächst spektakulär beginnt der Film mit einem perfiden Mordplan, der Darstellung der schmierigen Methoden der Versicherungsfirma und der Milieuzeichnung der heruntergekommenen McBrides. Man freut sich auf die messerscharfen Schlussfolgerungen des Versicherungsagenten und die ebenso heimtückischen Verschleierungsversuche der möglichen Betrüger. Aber da kommt nichts. Abe Holt ermittelt zwar, aber nicht besonders subtil oder überraschend. Isold leidet irgendwie unter Fred, aber Genaues weiß man nicht und der kleine Thor, der bei den beiden lebt, tut sich höchstens durch seine miserablen Tischmanieren hervor.
Für mich stimmt in diesem Film einfach zu wenig: Es kommt nie wirklich Spannung auf, die Geschichte wird zu lakonisch erzählt, die Protagonisten scheinen wie eingefroren in ihren Reaktionen und Handlungen. Mag sein, dass die (an sich großartige) Julia Stiles damit nur den Anweisungen des Regisseurs folgte, aber für mich bleibt sie in diesem Film farblos und langweilig. Der Schluss mag oder mag nicht für den Rest des Filmes entschädigen, insgesamt wird der isländische Regisseur dem Genre hier nicht gerecht.
Fazit: Sollten in eurer Videothek wirklich mal alle coolen Filme ausgeliehen sein und ihr habt Lust auf einen Film, der die tristesten Gegenden und Häuser Amerikas zeigt, oder ihr seid eingefleischte Withaker- oder Stiles-Fans, dann kann man diesem Film durchaus eine Chance geben. Wer Lust auf Spannung hat, wird hier bitter enttäuscht.
Bisher keine Kommentare
Hinterlasse eine Antwort