The Contract

(2007; Bruce Beresford; Schauspieler: Morgan Freeman, John Cusack)

Eigentlich hätte der Film auch auf Deutsch “Der Vertrag” heißen können – dann hätte aber der Titel schon so tröge geklungen, wie der Film letztendlich ist. Die Idee zu dem Film war ja an sich nicht übel: Ein Sportlehrer, Ray, (John Cusack) mit einem Sohn im Teenie-Alter und dem obligatorischen Vater-Sohn-Konflikt nach dem Tod der Mutter treffen auf einem Campingausflug, der beide wieder zusammenführen soll, auf einen entflohenen Auftragskiller namens Frank Carden (Morgan Freeman). Den haben sie zwar dank der Waffe des dabei zu Tode gekommenen Bewachers gleich unter Kontrolle, doch seine Helfer, die ihn befreien wollen, sind ihnen dicht auf den Fersen. Wie gut, dass der Sohn sich in dem Gebiet bereits so gut auskennt und Vater und Verbrecher durch die Wildnis führt.

Wie gesagt: die Grundidee ist ja echt gut! Was daraus dann gemacht wird ist allerdings ein kleines Desaster in kontinuierlicher Abwärtsspirale!

Die Verfolger sind stereotype Bösewichte, deren bösester Bösewicht noch dazu “von ganz oben” dazu beauftragt wird, den flüchtigen Frank Carden zu liquidieren. Also auch die CIA (oder das FBI? Who cares!?) sind darin verwickelt und natürlich die eigentlich Bösen! Frank ist zwar böse, aber dann wieder nicht, prinzipiell aber doch. Diese schablonenhafte Figurenzeichnung wäre noch hinnehmbar, wenn die Figuren sich nicht dazu noch unglaublich blöde verhalten würden: So sind zwar die Polizisten immer zu mehreren unterwegs, aber wenn eine verdächtige Situation eintritt (z.B. einer erschossen wird !), steigt der andere einfach mal aus, um nachzusehen. Und wird überraschenderweise auch erschossen!

Aber auch die Verfolger sind nicht besser: Ray schlägt locker einen nach dem anderen zusammen und schießt sehr zielgerichtet durch die Gegend. Am Ende kommt Frank dann aber frei, denn er befiehlt der unterwegs überflüssigerweise aufgelesenen Blondine, die mit der Waffe Ray gerade das Leben gerettet hat, “Legen Sie die Waffe auf den Boden!” - was sie tatsächlich tut, woraufhin Frank sich die Waffe nimmt und mit Rays Sohn als Geisel abhaut. Die Auflösung ist dann ebenso dilettantisch inszeniert und gespielt, immer ist deutlich erkennbar, wer jetzt in der Reihenfolge dran ist und daher still halten muss, bis es ihn quasi trifft.

So wird die leidlich aufkommende Spannung zu Beginn des Filmes systematisch durch die peinlich-platte Inszenierung zerstört und man wünscht sich nur noch, dass der Film irgendwie zuende geht. Das Schicksal der Protagonisten lässt einen völlig kalt und der positivste Effekt dürfte noch sein, dass man den Film schnell wieder vergisst. Wie Freeman und Cusack in diesen Streifen geraten sind, beschäftigt einen da weit mehr!

Fazit: Lieber selbst wandern gehen!

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